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„Erdogan ist völlig unberechenbar“

Von Alfred Hackensberger Manbidsch, Syrien  YPG-Kommandeurin Haval Gule (28) an der Front Quelle: Sebastian Backhaus Die Türkei bekämpft bei ihrer Militäroffensive die Kurden in Syrien, doch die erhalten Unterstützung von den USA. Ein Besuch in Manbidsch, wo Nato-Soldaten vielleicht bald auf Nato-Soldaten schießen. Ibrahim Hassan war beim Friseur, er ist glatt rasiert und glücklich. Morgen wird sein ältester Sohn heiraten. Zwei Zelte aus blauen Plastikplanen warten auf die über 200 geladenen Gäste und für das Festessen hat Hassan fünfzehn Schafe gekauft. Der Metzger hat sie nach islamischem Ritual mit einem Schnitt durch die Kehle getötet, nun liegen sie dicht an dicht am Boden un
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Deniz Yücel ist frei!

Besser Denis ist endlich frei gekommen! War mehr als überfällig!


Russische SU-25 von syrischen Rebellen abgeschossen

Kampf in Afrin

Öffnet die Türkei eine neue Front in Manbidsch?

Am Freitag berichtete der Militärrat von Manbidsch zum ersten Mal von größeren Zusammenstößen mit türkischer Armee und ihren Hilfstruppen der Freien Syrischen Armee (FSA). Seit Tagen hatte Präsident Recep Erdogang bereits gedroht, er werde eine zweite Front bei Manbidsch eröffnen, um auch dort die verhasste Kurdenmiliz YPG zu bekämpfen. Nun kommt die USA mehr und mehr in die Zwickmühle, denn in Manbidsch hat sie eigene Truppen stationiert. Am Freitag wollte die amerikanische Militärführung keinen Kommentar dazu abgeben.
Der Grund für Erdogan eine zweite Front zu eröffnen, könnte der mangelnde Erfolg bei Afrin sein. Denn dort kommen seine Truppen nur schwer voran. Seit Beginn der Afrin-Offensive am 20. Januar konnten das türkische Militär und ihre FSA-Hilfstruppen nur wenige Kilometer weit in die Kurdenregion vordringen. Die Türkei versucht zwar den militärischen Druck auf die kurdische Miliz der YPG weiter zu erhöhen, aber das Resultat sind nur mehr Opfer unter der Zivilbevölkerung. …

Die Angst von Afrins Christen vor einem Massaker

Unter Christen und Jesiden in der syrischen Region Afrin wächst die Furcht. Für den Angriff auf das Kurdengebiet hat die Türkei islamistische Kämpfer rekrutiert. Wo sie regieren, werden Nichtmuslime brutal unterdrückt. Alfred Hackensberger

„Oh Mohammed, du bist unser Führer für immer“, skandierten die Kämpfer frenetisch ins Dunkel der Nacht hinaus. „Unser Treueschwur gilt dir, oh Allah.“ Dabei reckten die Männer mit ihren langen Bärten und Haaren bis auf die Schultern ihre Kalaschnikows in die Luft. Einige hoben den Zeigefinger als Zeichen des Tauwid, des Glaubens an den einzigen Gott. So machten sich die Soldaten der sogenannten Freien Syrischen Armee (FSA) Mut für ihren Angriff auf die Kurdenregion Afrin. Rund 5000 dieser Kämpfer sollen mit Unterstützung der türkischen Armee das Gebiet im Nordwesten Syriens erobern.
Afrin wird von der syrischen Kurdenmiliz YPG kontrolliert, die von der Türkei als terroristische Organisation eingestuft wird. Denn sie ist eng mit der türkisch-kurdische…

Erdogans Offensive ist Putins Triumph

Die Türkei greift Kurden im Norden Syriens an – aber die USA und das Assad-Regime halten still. Denn nur eine Macht hat die Fäden in der Hand: Russland. Dessen Masterplan hat perfekt funktioniert.  Alfred Hackensberger Immer neue Kolonnen von Lastwagen, Panzern, Artillerie und Soldaten überqueren von der Türkei aus die Grenze in die Region Afrin im Nordwesten Syriens. Die Armee und ihre Hilfstruppen haben im Kampf gegen die verhasste Kurdenmiliz YPG neue Fronten eröffnet, die türkische Luftwaffe intensivierte ihre Bombenangriffe. Zweifel lässt die Regierung in Ankara nicht aufkommen, auch wenn die am Freitag gestartete Offensive des Nato-Mitglieds nur langsam vorankommt – die Kurdenregion soll unter allen Umständen erobert werden. „Afrin wird erledigt. Es gibt kein Zurück“, verkündete Präsident Recep Erdogan kämpferisch und versicherte: „Wir haben ein Agreement mit unseren russischen Freunden.“ Allerdings ist dieses „Agreement“ alles andere als eine Übereinkunft oder eine Absprache zw…